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Bericht zur Exkursion zu den Trilobiten in der Nähe von Limburg am 13.06.2015

 

 

1. Anfahrt:

Unsere Gruppe fuhr mit einem Bus für 9 Personen von Stadtmobil. Entfernung etwa 210 km hin und 210 km zurück. Fahrzeit ein Weg etwa 2 ¼ - 2 ½ Stunden. Die Gesamtstrecke betrug mit dem Bus (einschließlich des ‚zu-Hause-Ablieferns‘ einiger Teilnehmer) insges. rd. 450 km.

Lage des Bruches: zwischen Wasenbach und Steinsberg südlich von Limburg an der Lahn. Der Bruch liegt südlich der Straße.

 

2. Geologie:

Devon, Alter ca. 395 Mio. Jahre alt, Gestein Schiefer und Diabas. Doleritischer Lagergang in Schiefer. Reichhaltige fossile Fauna. Funde können vor allem im hinteren Bereich des Bruchs auf Schutthalden an der Nordseite gemacht werden.

 

3. Funde

Es wurden im Bruch an der Nordflanke zahlreiche Trilobiten gefunden, meist unvollständig, selten ganze Exemplare. Im Allgemeinen waren die Exkursionsteilnehmer zufrieden. Außer Trilobiten sind Pflanzenreste und Brachiopoden gefunden worden, auch sehr kleine Muscheln.

Durch Aufschlagen von Steinen konnten mit viel Geduld auch innewohnende Trilobiten gefunden werden (ein Fäustel eignete sich aufgrund des sehr harten Gesteins dabei besser als ein Geologenhammer!).

 

4. Beschreibung Mineralienatlas:

Siehe https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Rheinland-Pfalz/Rhein-Lahn-Kreis/Diez/Laurenburg/Diabasbruch%20Steinsberg :

„Bei Laurenburg befindet sich im unteren Wasenbachtal, einem Seitental der Lahn, ein großer Diabassteinbruch, der aus 2 Teilen besteht: dem alten Teil (keine Förderung), in dem die Brecher- und Mischanlagen stehen und dem gegenüberliegenden aktiven Teil, in dem das Gestein abgebaut wird.

Das äußerst harte Gestein ist an sich ziemlich mineralarm, es treten meist nur schmale Calcitgängchen oder eingewachsener Pyrit auf. Sehr selten scheinen auch Epidot xx in Calcit zu sein, da dem Verfasser bislang nur ein einziger Fund bekannt ist. Die Kontaktzone des Diabases zum schiefrigen Nebengestein scheint dagegen interessanter zu sein. Hier ist der Diabas meist ziemlich mürbe und zeigt reichlich Albitklüfte in denen das Mineral in hübschen Kristallen auskristallisiert sind. Allerdings sind die Kristalle aus dem neuen Bruch nicht so groß wie die aus dem alten Bruch, wo die Kristalle bis über 2 cm groß waren, dennoch sind xx bis 1 cm zu finden. Als Begleiter ist schuppiger brauner Stilpnomelan auch nicht selten zu finden.

Die Fundmöglichkeiten sind vom Abbau abhängig, wenn aber fündige Bereiche aufgeschlossen sind, als gut zu bezeichnen. Im hinteren verwitterten Bereich des alten Bruchs sind verwitterte Sedimente aufgeschlossen. Dort sind Funde von Fossilien möglich. Z.B. Trilobit Kettneraspis leucothea.“

Den Teilnehmern liegt auch eine schöne Beschreibung des Bruches und der Trilobiten, die dort gefunden wurden, vor.

 

Karlsruhe, den 16.06.2015

 

Eberhard Alscher

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Fotos: Monika, Thomas