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Eingang Steinbruch

minfos-Exkursion am Samstag, 24. März in den Steinbruch Sämann bei Illingen

 

Zehn Mitglieder des Vereins für Geowissenschaften und Mineralogie in Pforzheim machten sich am 24. März 2012 bei schönem, trockenen Wetter auf, um den Steinbruch Sämann südöstlich von Illingen zu besuchen.

 

Geologie:

Die Mächtigkeit der vorrangig abgebauten graublauen/graubraunen Kalksteine des Oberen Muschelkalks beträgt hier fast 70 m. Überlagert werden diese Schichten am Nordrand des Vorkommens von ca. 5 m Dolomitstein/dolomitischem Kalkstein, darauf lagernd ca. 20 m Ton- und Schluffstein mit einzelnen Dolomitstein-Bänken und dolomitischen Sandstein-Lagen aus dem Unterkeuper sowie ca. 4 m Lehm und Löss als oberster Schicht (Bodenhorizont).

 

 

Funde:

In den untersten, dunkelgrau bis braunen Ton- und Schluffsteinlagen des den Kalkstein überlagernden Unterkeupers und teils im oberen Muschelkalk können fossile Funde und auch Minerale wie Calzit in unterschiedlichen Kristallisations­formen vorkommen; sehr schöne Kristallrasen (mehrere mm große Kristalle) wurden in Hohlräumen und Drusen einer Blockhalde auf der obersten Kalksteindecke gefunden. Im Unterkeuper konnten auch fossile Holzreste entdeckt werden. Weiter wurden auf der tiefsten Abbausohle am Fuß der zentralen Abbauwand einige mehrere-cm-große Calzit-Kristalle (teils als Doppelender) auf Muschelkalk aufsitzend gefunden.

 

Thomas, Reinhold

im Steinbruch
Holz teilweise pyritisiert und Calcit xx
Beschriftung an einem LKW